Messenger für Kinder – auf was sollten Eltern achten?

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Von den 10- bis 11-Jährigen besitzen bereits 75 ein eigenes Gerät – bei den 12- bis 13-Jährigen sind es sogar 95 Prozent. Insbesondere die Nutzung von Social Media und Messengern ist beliebt, um mit Schulkammeraden, Freunden und Familie in ständigem Kontakt bleiben zu können. Doch der beliebte Messenger WhatsApp ist ohne die Zustimmung der Eltern offiziell erst ab 16 Jahren erlaubt. Mit der Zustimmung, dürfen Jugendliche ab 13 Jahren den Nachrichtendienst nutzen. Bei WhatsApp steht außerdem der Datenschutz immer wieder in der Kritik.

Auf welche Kriterien sollte bei der Wahl des Messengers für Kinder geachtet werden?

Besonders wichtig ist es, dass der Messenger, der von den Kindern in Zukunft verwendet wird, von den Eltern genau unter die Lupe genommen wird. Denn es lauern Gefahren wie ein Missbrauch der Daten, Spam, Cybermobbing, Sexting oder das Einschüchtern durch Kettenbriefe. Bei einem Messenger für Kinder sollte daher insbesondere auf den Datenschutz geachtet werden. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Daten nicht von Dritten eingesehen werden können. Im besten Fall sollten ausschließlich Nachrichten-Dienste ausgewählt werden, deren Server sich in Deutschland oder einem anderen EU-Land befinden. Die Eltern sollten sich darüber informieren, welche Regelungen es zu der Speicherung der Inhalte bei dem Anbieter gibt. Empfehlenswert sind Nachrichten-Dienste, die eine Anmeldung ohne die Verknüpfung der Telefonnummer des Kindes ermöglichen. Auch ein Zugriff auf das Adressbuch sollte verweigert werden können. Grundsätzlich sollten im Vorfeld alle vorhandenen der jeweiligen App geprüft werden. Es gibt auch Messenger, bei denen Eltern viele Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Beispielsweise kann bestimmt werden, mit welchen Kontakten das Kind überhaupt chatten darf. Allerdings sollte stets zwischen Aufsicht und Überwachung unterschieden werden. Denn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sollte immer die Privatsphäre des Kindes geachtet werden. Daher ist es besonders wichtig, dass die Eltern offen mit ihrem Kind sprechen und auch auf mögliche Gefahren hinweisen.

Welche Messenger sind für Kinder geeignet?

Es gibt Nachrichten-Apps, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Allerdings ist es hier meist ein schmaler Grat zwischen Aufsicht und Kontrolle. Messenger wie Threema, Signal oder Wire richten sich zwar nicht speziell an Kinder, bieten jedoch wesentliche Vorzüge. Hierzu zählt in erster Linie, dass bei allen Nachrichten-Diensten wenige Inhalte gespeichert werden, wodurch die Daten besser geschützt sind. Alle Chats sind standardmäßig verschlüsselt. Bei Signal und Threema kann der Zugriff auf die Kontakte verweigert werden. Bei Signal muss dann die Telefonnummer des Kontaktes manuell eingegeben werden, um mit diesem zu chatten. Zudem lässt sich diese App mit einer PIN schützen. Die Server des Nachrichtendienstes Wire befinden sich alle in Europa. Zudem kann die App ohne Angabe der Handynummer genutzt werden. Auch bei Threema kann statt der eigenen Handynummer eine Mail-Adresse für die Registrierung verwendet werden. Diese kann von den Eltern beispielweise extra für die Nutzung der App angelegt werden. Der Messenger verfügt über drei Sicherheitsstufen. Ist die höchste Sicherheitsstufe eingestellt, können zwei Personen nur dann miteinander kommunizieren, wenn sich beide zuvor mit einem QR-Code identifiziert haben.

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